An meine Leser/innen

Guten Tag liebe Leserin, guten Tag lieber Leser

Ich dachte mir, ich bräuchte einen geeigneten Anfang und ich habe mich für die Briefform entschieden. Die Vorteile von Briefen sind, dass diese sowohl öffentlich als auch private Briefe gesendet werden können, ausführlicher sind als kurze E-Mails und das Gewisse etwas aus Spannung, Interesse und Witz haben, das herkömmlichen Zeitungsartikeln fehlt.

Nun wäre ich über eine feste Leserschaft sehr erfreut, weiß aber, dass ich mich nicht zu vielen Illusionen hingeben sollte, doch wer vor einigen Wochen auf einen Sprung bei meinem Blog vorbeischaute, diese Person kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass es ein wenig anders aussah. Selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, so möchte ich doch gerne das neu eigefügte Titelbild erklären.

Es handelt sich dabei um eine Postkarte meiner Mutter. Es ist eine schon etwas vergilbte Postkarte und auch nur ein Ausschnitt aus dem Gemälde von Carl Spitzweg, Bettelnder Klarinettist.

Das Titelbild ist nahezu ganz abgebildet, doch auf der Postkarte sieht man den bettelnden Klarinettist, also nur die Buchstaben „mmelsurium“. Meiner Meinung nach stellt dieser alte Herr perfekt meine Situation dar, wohlgemerkt stellt er nicht mich, sondern meine Situation dar:

Er ist alt, man kennt seine Bitten, ähnlich wie man meine Frage nach Spenden schon kennt, doch er spielt dennoch Klarinette, ein wunderschönes Musikinstrument, dass nicht jeder Straßenkünstler sein Eigen nennen kann. So kann auch nicht jeder behaupten „Ach, Bolivien…“ im Sinne von „kenn ich schon“ oder „war ich schon mal“. Dazu kommt das grün-blaue Frack, aus der ein rotes Tuch hängt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, gleichzeitig wirken Hose und Schuhe ganz normal.

Auf dem Bild in seiner ganzen Größe sieht man auch die Dame bzw. die einfache Frau, die neugierig aus dem zweiten Stock schaut, um zu sehen, wer dort bittet. Für diese Frau hält der Klarinettist seinen Zylinder hoch und bittet. Wahrscheinlich richtet er ein paar Worte an die Frau, ihm doch wenigstens ein bisschen Geld zu geben, damit er sich etwas zu Essen oder einen Schlafplatz leisten kann. Vielleicht hat er auch für fremde Bedürfnisse gespielt und möchte mit seiner Kollekte helfen.

Ich habe großen Gefallen an diesem Gemälde von Carl Spitzweg gefunden und ich weiß, wie sich der Klarinettist sich fühlt und was er denkt, denn nicht jeder ist gewillt zu geben.

An dieser Stelle möchte ich die Endfassung meines Flyers, also die Vorder- und die Rückseite des Flyers einzeln hochladen mit der wichtigen Veränderung, dass ich meine Spendennummer 71039 hinzugefügt habe. Außerdem möchte ich hier nocheinmal das Inlay als Datei hochladen, all diese Dateien sind im PDF-Format gespeichert und mit Adobe Reader abrufbar und es existiert die Möglichkeit die Dateien lokal zu speichern.

Die erste Seite des Flyers: flyer_compa-seite-1-von-2

Die zweite Seite des Flyers: flyer_compa-seite-2-von-2

Das Inlay: inlay

Schöne Grüße

Philipp

Explore posts in the same categories: Artikel

Comment: